reflections

So lange her...

18.Juli.2015 um 01:31 Uhr ging mein letzter Blog-Eintrag online. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Mittlerweile ist heute der 11. Juni 2017! Fast zwei Jahre brauchte ich, um wieder etwas zu schreiben.
Fast zwei volle JAHRE!
Das ist schockierend für mich, da ich so viel ändern wollte. Und hat sich denn etwas geändert? Nicht wirklich.
Aber es gab doch den ein oder anderen Punkt in der Zeit, der mich starkt geprägt hat.

Wo fange ich an? Vielleicht mit dem jungen Mann, in dem ich mich letztes Jahr verliebt habe? Sein Name? Der sei euch noch ein Geheimnis. Ich weiß schließlich nicht, wohin mich mein Weg mit ihm noch bringen wird. Nennen wir ihn schlicht und einfach "A".

Angefangen hatte es mit ihm schon irgendwie Jahre vorher. Er war Stammgast bei uns auf der Arbeit. Er ist 5 Jahre jünger als ich und im Grunde hatten es mir am Anfang seine Augen es angetan. Immer wenn ich ihn gesehen habe, habe ich versucht, nie in diese zu schauen, weil ich wusste, dass ich ansonsten immer knallrot anlaufe. Seine Augenfarbe? Hauptsächlich ein Grün, was in der Mitte bräunlich ist und außen am Rand schon fast gräulich verläuft. Normalerweise mag ich solche unterschiedliche Farbtöne als Augenfarbe nicht. Ich finde auch heute noch, dass eine einheitliche Farbe viel faszinierender und schöner ausschaut. Aber bei ihm.... Einfach nur WOW.
Seine Augen hatten mich von Anfang an in den Bann gezogen und ich beneide ihn heute noch darum. Keine Ahnung warum das so ist.
Jedenfalls, habe ich nie groß mit ihm gesprochen. Kam er doch immer mit einer wahnsinnig hübschen und süße Freundin. Irgendwann kam er dann immer ohne sie, was mich verwundert hatte, weshalb ich einen Spruch raus haute, wie: "Na? Wo hast du in letzter Zeit deine bessere Hälfte gelassen?" Es war einfach nur eine Spaß-Frage, wie ich sie öfters bei Stammgästen raus haue, um sie in ein lockeres Gespräch zu verwickeln. Dabei kam dann heraus, dass er nicht mehr mit ihr zusammen war. Etwas, was mich wirklich sehr gewundert hatte, da sie Beide immer so glücklich zusammen waren.
Für die erste Zeit habe ich ihn daher auch in Ruhe gelassen und fing auch eher an, mich ab und an mal so mit ihm zu unterhalten, weshalb mein Interesse an ihn immer weiter stieg.
Irgendwann kratzte ich all meinen Mut zusammen. Der Laden war gerade voll und ich konnte nur kurz mit ihm sprechen. Deshalb bat ich einen Kollegen darum, dass er A einen Zettel und Stift geben soll und ihn für mich, um seine Nummer bat.
Und A gab sie mir auch, was mich wie ein kleines Schulmädchen den restlichen Abend grinsen ließen.
A und ich schrieben uns dann eine ganze Weile bis wir uns auch so mal trafen. Irgendwann sind wir auch im Bett gelandet, was wir Beide nicht geplant hatten.
Sei an dieser Stelle auch gleich gesagt... Er war mein erster Mann im Bett. Ja, ich war mit 29 Jahren noch eine erbärmliche Jungfrau gewesen. Und was soll ich sagen? Bereut habe ich es bis heute nicht. Es war nur sehr seltsam gewesen, weil wir weder zusammen waren, noch dass es ernst gemeint oder gar geplant gewesen war.
Wir trafen uns weiterhin und hatten unseren kleinen Spaß gehabt. Dabei merkte ich, dass ich viel mehr wollte und auch mehr für ihn empfand. Also hatte ich gefragt, ob wir nicht eine feste Beziehung probieren wollten. Nach einigem Zögern, sagte er dem zu.
Am Anfang war ich darüber sehr erleichtert und glücklich gewesen. Ich meine, seine Ex war super hübsch, süß, schlank etc. Und ich? Das ganze Gegenteil. Ohne Make-Up pottenhässlich, dick und weder süß noch sonst was in der Richtung. Trotzdem merkte ich recht schnell, dass da was nicht stimmte. Er war immer super lieb und süß zu mir. Nahm sich Zeit für mich und alles. Aber ich merkte, dass ich sein Herz nicht erreichte. Es blieb verschlossen. Ich wusste auch, wer sein Herz noch immer hatte. Seine Ex. Und das tat weh. Trotzdem hoffte ich auf das Beste.
Irgendwann wurde ich dann schwanger von A. Und das er darüber nicht erfreut sein würde, war mir von Anfang an klar gewesen. Aber was dann alles passierte, war alles andere als "schön". Ein Satz blieb mir bis heute noch in meinem Kopf hängen: "Welcher Kerl will dich denn noch haben, wenn du ein Balg hast?" Dieser eine Satz hatte so gesessen und sitzt auch noch heute tief in mir.
Ich stand vor der Wahl: Entweder das Kind oder er.
Ich entschied mich schweren Herzens für ihn. Am Anfang war alles gut gewesen. Ich schluckte den Verlust runter und war erst froh gewesen, dass es nicht mehr da war, weil sämtliche Last von mir gegangen war. Trotzdem kam schon nach einigen Tagen der erste Stich in mir auf, was mich wissen ließ, dass ich falsch gehandelt habe.
Nach ungefähr zwei Monaten machte A endgültig Schluss mit mir. Über Handy. WhatsApp. Eine Welt brach für mich zusammen und ich war so kurz davor gewesen, einfach von meinem Balkon zu springen. Aber ich tat es nicht.
Ich war tief verletzt aber ich versuchte, weiter zu machen. Ändern konnte ich rein gar nichts mehr.
Eine zeitlang war zwischen uns Funkstille.
Aber irgendwann meldete er sich und wollte wenigstens eine Freundschaft aufbauen. In meinen guten Zeiten, konnte ich irgendwie damit dealen, wollte aber nicht, mich mit ihm treffen. In meinen depressiven Momenten, zickte ich ihn sehr oft an oder war gar Wortkarg zu ihm.
Nur Eines machte ich nie und werde ich wohl auch nie machen. Ihm die Schuld an den Abbruch zu geben.
Warum sollte ich das auch? Es war zwar keine schöne Zeit gewesen als ich schwanger war, aber er war der Einzige (!), der für mich trotzdem da gewesen war. Der mich in die Arme genommen hatte, wenn ich geweint habe. Der versucht hatte, mir Mut und Hoffnung auf ein schöneres Leben zu geben. Der mir half, als ich aus lauter Panik und Angst, eine Überdosis an Tabletten zu mir nahm und über Nacht ins Krankenhaus musste, um anschließend für 2 Tage in die geschlossene Psychiatrie musste. Er war der EINZIGE gewesen, der da war.
Deshalb will und kann ich ihm auch nie die Schuld an allem geben, was damals falsch lief.
Jedenfalls, nach über einem halben Jahr, in der wir nur per Handy Kontakt pflegten und ich versuchte, ihn auf Abstand zu halten, weil seine Nähe einfach nur weh tat, kam es dann zu einem kleinen Zwischenfall, in der wir uns etwas mehr anzickten als sonst. Aber irgendwie kamen wir uns so wieder etwas näher.
Er weiß, dass ich keine Freundschaft zu ihm aufbauen kann, weil ich ihn einfach inzwischen zu sehr liebe. Auf der anderen Seite, weiß ich, dass er keine Beziehung haben will, da er sich für Beziehungsgestört hält.
Ich habe keine Ahnung, wie ich das zwischen uns nun sehen soll. Wir treffen uns wieder fast so oft wie früher und landen hin und wieder im Bett. Er hatte sich auch dafür entschuldigt, wie es letztes Jahr wegen der Schwangerschaft lief. Für das, was er gesagt hat und mich eher zu den Abbruch gezwungen hatte.
Für meinen Teil habe ich mit mir aus gemacht, dass ich ihm Zeit geben will und für ihn da bin, wenn er mich braucht. In der Hoffnung, dass es doch wieder mit uns etwas Ernstes wird.
Nur weiß ich nicht, wie lange ich das ertragen kann. Denn es tut verdammt weh, wenn ich merke, dass ich auf Abstand gehalten werde, wenn ich ihm zu nahe komme und nicht mehr als eine Art Kumpel für ihn bin, mit der er ab und an seinen Spaß haben kann.
Mag sein, dass ich da sehr Blauäugig ran gehe. Trotzdem hoffe ich wirklich aus tiefsten Herzen, dass ich ihn erreichen kann und er auch mehr für mich empfindet. Denn ich weiß, dass meine Gefühle ihm gegenüber niemals aufhören werden. Im Gegenteil. Sie werden eher stärker....

Im letzten Eintrag vor zwei Jahren hatte ich ein Thema angeschnitten, was sich auch geändert hat und von dem ich euch gerne erzählen möchte: Meine Arbeit.

Ich durfte endlich den Management-Bereich erlernen und war da auch ein halbes Jahr (vielleicht auch weniger) dort aktiv gewesen. Am Anfang hatte es wirklich sehr viel Spaß gemacht. Mehr lernen und mehr Verantwortung. Was wollte ich beruflich mehr außer mehr Gehalt?
Aber wie schon geschrieben... So erging es mir nur am Anfang.
Ich lernte sehr schnell, wie unsere Store-Managerin wirklich tickte. Arbeitest du gegen sie, bist du sowas von unten durch. Sie lästert über Chefs und Kollegen und macht sehr oft mit Absicht so die Dienstpläne, dass man mit Leuten arbeiten musste, die man nicht mochte oder gab dir Schichten, die sehr zu deinen Ungunsten ausfielen. Am besten mit dem Spruch "Da muss XYZ eben durch. Ist mir doch egal". Sind dir kleine Fehler unterlaufen, hatte sie aus einer Mücke schnell einen Elefanten gemacht und es dir so dermaßen angekreidet, dass du selbst Ärger mit den Chefs bekam.
Passierten ihr solche Sachen, dann kommentierte sie es nur mit "Naja... Kann ja mal passieren".
Ich meine, was ist das bitte für eine Einstellung?
Den Höhepunkt hatte sie dann, als 4 Leute in der selben Zeit Urlaub haben wollten. Wir sollten das unter uns klären. An sich wäre das kein Problem für mich gewesen und ich hätte den Urlaub auch auf einen anderen Zeitpunkt verlegt. Aber ihr Kommentar war einfach nur abartig gewesen und hat mich wütend werden lassen. "Warum soll sie da Urlaub bekommen? Es sind Ferien und sie hat keine Kinder..." Ich habe da nur noch rot gesehen und zurück gekontert, dass ihre Tochter älter als 12 ist und auch gut alleine klar kommt. Zudem hat sie nun zwei Papas, die auf sie aufpassen könnten und notfalls nun auch zwei Stiefschwestern. Es reicht schon aus, dass sie unsere Frühschichten blockiert und wir dafür in den Schichten hin und her springen müssten. Sie wurde daraufhin selber fuchsteufelswild, obwohl sie weiß dass das die Wahrheit ist, und nicht nur ich so denke. Sie hat mich das extremst büßen lassen, weshalb ich irgendwann zu meinen Chefs meinte, ich trete aus dem Management aus, weil mir das Getue von ihr zu dumm ist und ich mir das nicht geben will. Meine Chefs haben es akzeptiert und mich diesbezüglich frei gestellt. Wollten aber, dass ich irgendwann wieder dort mit arbeite.
Dann passierte die Schwangerschaft und meine Chefs gaben mir erst einmal Zeit darüber hinweg zu kommen, weil sie mitbekamen, wie sehr ich darunter litt.
Als wir dann Ende letzten Jahres darüber sprachen, ob ich zum Management zurück komme, habe ich "Ja" gesagt. Ich sollte ab Januar wieder dort mit arbeiten. Aber schon vorher machte meine Managerin mir einen Strich durch die Rechnung. Ich sollte für Jemanden einspringen, der "krank" wurde. Ich konnte aber nicht. Kam nur von ihr zurück, ich solle gefälligst einspringen, schließlich wollte ich doch wieder mehr Verantwortung übernehmen. Zum Glück hatte sie mir das per WhatsApp geschrieben gehabt, daher habe ich diese Nachricht einfach an meine Chefs weiter geleitet und gefragt, ob ich mir diese Kinderkacke geben muss? Ich habe damit dem Management endgültig ab gesagt und blieb lieber Sandwich-Artist. Mein Gehalt blieb ja sowieso gleich. Warum sollte ich mir solch ein Niveau also geben, wenn ich nicht mehr Geld bekam?
Trotzdem hatte es weiter Auswirkungen gehabt. Sie machte mir das Leben zur Hölle. Eine Sache, weshalb ich ebenfalls den Schlussstrich zog und mehr denn je nach einem neuen Job gesucht habe.
Mit Erfolg.
Ab 01. Juli arbeite ich nun woanders und mit der Kündigung habe ich gemerkt, dass ich meine Zeit bei meinem nun Ex-Betrieb vergeudet habe. Denen ist es egal. Die letzten Worte meines Chefs waren nur gewesen "Man sollte Fehler nicht nur bei Anderen suchen, sondern auch einmal bei sich selber"
Ich dachte mir nur "WTF?!?" Ich weiß, dass ich Fehler gemacht habe. Viele sogar. Aber ich habe an mir gearbeitet und versucht, dass Beste daraus zu machen. Im Gegensatz zu meiner nun Ex-Managerin. Aber gut. Nun weiß ich offiziell, dass ich denen einen Scheißdreck wert war und meine Zeit und meine Nerven umsonst vergeudet habe.
Um so mehr freue ich mich auf den neuen Job. Auch wenn es weiter Gastronomie sein wird, so kann ich doch nochmals neu anfangen und versuche weiter mein Bestes. Hoffentlich fruchtet das und ich habe einen Betrieb gefunden, der auch zuhört und mit seinen Mitarbeitern arbeitet und nicht gegen sie....

Ein weiterer Punkt, womit ich euch noch behelligen kann, ist meine Mutter. Ich weiß wirklich nicht, als was ich sie großartig noch betrachten soll.

Wir sind zwei Menschen, die charakterlich nicht unterschiedlicher sein können. Während ich emotional instabil bin, so wirkt sie eher wie eine emotionslose Kühltruhe. Und das meine ich nicht im negativen Sinne bei ihr. Sie ist Krankenschwester. Am Anfang war sie Kinderkrankenschwester und heute ist sie eine OP-Krankenschwester. Das solche Menschen sich ein dickes Fell zulegen müssen, um ihren Job machen zu können, ist selbstverständlich für mich. Ich möchte schließlich im Krankenhaus bestmöglichst behandelt werden und dafür muss das Krankenhauspersonal rational denken können. Und wie können sie das, wenn sie zu emotional sind? Eben. Das passt nicht wirklich zusammen.
Auf Grund dessen, dass meine Mutter und ich so verschieden sind, haben wir 24 Jahre eher nebeneinander gelebt als wirklich miteinander. Sie hat sich durchaus bemüht, eine gute Mutter zu sein. Was Spielzeug, Kleidung, Ernährung, Technik und Co. anging, war ich immer bestens versorgt gewesen. Diesbezüglich fehlte es mir an nichts. Und daher möchte ich auch nicht undankbar sein. Ich bin ihr da sehr dankbar. Vor allem, nachdem sie mich auch finanziell unterstützt hatte, als ich von Zuhause abgehauen bin und eine neue Ausbildung begonnen hatte.
Nur fehlte immer eine Sache. Mein Leben lang. Etwas, was mir besonders letztes Jahr gefehlt hatte als ich schwanger wurde.
Emotionale Empathie. Oder wie man das auch immer nennen wollte.
Im Gegensatz zu A, war ich am Anfang sehr glücklich gewesen als ich erfuhr, dass ich schwanger war. Kurz nachdem ich es erfahren hatte, hatte meine Mutter Geburtstag gehabt und ich wollte sie damit überraschen. Also rief ich an ihrem Geburtstag an, gratulierte ihr ganz normal und meinte, dass mein Geschenk dieses Jahr etwas Besonderes sei. Nämlich, dass sie Oma werden würde. Aber anstatt sich zu freuen oder sonst wie darauf zu reagieren, kam von ihr nur "Ich bekomme Besuch und muss daher auflegen. Wir reden ein anderes Mal darüber. Tschüß" und legte den Hörer auf.
Ich meine... Welche Mutter tut so etwas?
Ganz egal, ob man sich freut oder nicht. Man legt nicht einfach so auf und unterbricht solch eine Nachricht. Ich saß da und habe den Hörer angestarrt als sei es ein Alien oder so etwas. Ich war wie vor dem Kopf gestoßen gewesen.
Nach einigen Tagen hatte sie dann mal Zeit gefunden, mit mir darüber zu reden. Da war rein gar nichts Emotionales gewesen. Rein gar nichts.
Man behalte im Hinterkopf: Ich war zu dem Zeitpunkt 29 gewesen!
Anstatt irgendwas Gefühlsmäßiges mit mir zu besprechen, kam nur Folgendes:
- Wie stellst du dir das vor?
- Was hält A davon?
- Wie willst du das alleine schaffen?
- Du weißt ganz genau, wie es bei uns war. Worauf ich wegen dir alles verzichten musste...
- Was willst du deinem Kind denn bieten?
- Wie soll das mit der Arbeit weiter gehen?
- Wäre es nicht besser, abzutreiben?
Solche und ähnliche Fragen kamen mir entgegen. Und Vorwürfe. Ich habe darauf fast gar nichts gesagt, weil ich einfach nur verletzt war. Sicher, ich habe mir durchaus ähnliche Gedanken gemacht.
Wer möchte seinem Kind denn bitte nicht das Beste schenken? Eine Familie und eine gute Versorgung?
Vor allem war dieses Gespräch besonders verletzend gewesen, weil es auch um das Thema Abtreibung ging. Denn ich war da sowieso schon ein nervliches Wrack gewesen. Ich wusste da weder ein, noch aus. Und alles was sie nur tat, war mir solch ein Gespräch aufzuzwingen mit den abschliessenden Worten, dass ich es am Ende selber wissen muss, was ich tue und ich bitte keine Scheiße bauen solle.
Das Ende vom Lied? Ich baute Scheiße. Ich nahm meine ganze Packung Anti-Depressiva und schluckte Unmengen an Schmerztabletten. Kippte alles mit Alkohol runter. In der Hoffnung, dass all meine Probleme zu dem Zeitpunkt endlich sich auflösten und alles wieder gut werden würde. Besonders mit A.
Ironie des Schicksals, dass ich A geschrieben hatte und ich dann im Krankenhaus landete. Er wäre sogar über Nacht da geblieben, wenn er gedurft hätte.
Meine Mutter weiß bis heute nicht, was ich nach dem Telefonat getan hatte. Und ich denke, ich werde das auch nicht tun.
Vor Kurzem rief sie mich auch an und fragte, ob ich endlich einen neuen Mann hätte (sie weiß nicht, dass ich wieder mit A anbandel und ich glaube, es käme sowieso nur wieder ein dummer Spruch von ihr) und wie es denn ausschaut, mit Kindern. Ob ich denn nicht langsam mal eine Familie gründen möchte.
Bin nur ich das, oder ist das einfach nur makaber?
Ich hätte seit Januar oder Februar ein Kind haben können. Ein Kind, von dem sie selber gesagt hatte, es besser wäre, dass es abgetrieben werden würde, weil ich es ja nicht versorgen könne.
Das ist jedenfalls der Knackpunkt bei mir, wo ich sage, ich kann sie nicht mehr als Mutter ansehen, obwohl sie das doch ist....

Ich glaube, dass wirklich Gute momentan ist, dass ich seit Januar meine Anti-Depressiva abgesetzt habe und ich größtenteils auch gut ohne sie klar komme. Zwar gibt es hin und wieder Momente, wo ich denke, dass es besser wäre, ich würde sie noch nehmen. Allerdings muss ich auch endlich ohne sie klar kommen. Hoffentlich ist das kein Einbahnstraße gewesen. Denn der Entzug war nicht ohne gewesen, da ich von jetzt auf gleich sie abgesetzt hatte anstatt es langsam anzugehen.

Was meine Youtube-Videos angehen...
Diese habe ich alle gelöscht und ich denke, ich werde auch keine mehr machen. Einfach, weil mir die Lust dazu fehlt und ich einfach keine Themen habe, mit denen ich wirklich reden könnte, ohne die Zuschauer zu langweilen.

Das Bloggen? Puh...
Hier weiß ich nicht wirklich, ob ich es fortführen werde.
Erstens, weil ich wohl nicht regelmäßig schreiben werde und Zweitens, weil ich es nicht mag, dass ich mehrere Seiten habe, um zu unterschiedlichen Themen etwas schreiben zu können.
Wenn ich Jemanden finde, der mir eine Homepage machen kann, in der ich alle Blogs unterbringen kann, vielleicht würde es sich dann eher mich motivieren, mehr zu schreiben.
Hoffentlich...

Und ja, ich weiß, dass ich sehr viel hoffe in diesen Blog-Eintrag.
Und ja, ich weiß, dass zu jeder Geschichte, immer Zwei dazu gehören. Niemand ist alleine Schuld. Ich bin mit an allem Schuld.
Ich hätte besser aufpassen müssen.
Ich hätte meinen Mund halten sollen.
Ich hätte es besser wissen müssen, dass ich Emotionales nur mit mir ausmachen darf.
Wer weiß? Vielleicht lerne ich es auch irgendwann noch? Denn wie heißt es nochmals?
Die Hoffnung stirbt zuletzt...

11.6.17 18:36

Letzte Einträge: Kann ich wer Anderes sein?, Änderungen mit Schrecken, Rest in Peace

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


senka (15.8.17 05:21)
*schock* *krampf*..
das war doch voll ins offene messer laufen.. ich dachte immer bei dir bleibt das seme uke.. aber dann einfach in den erst best hübschen verlieben und die konsequenz kassieren..
sry als fremder nicht das recht dazu zu haben, überhaupt was zu sagen.. aber irgendwie ists wie wenn ne kleine schwester erwischt hätte.. das gretchen, das es nicht wissen wollte..
eigentlich wollte ich nicht mehr deiner selbstentfaltung folgen.. aber wenn man das liest.. oft dachte ich auf ewig katzenlady.. (transhumanisten, oder asexuel sind andere facetten).
du hast nen großen schritt geschafft, den mut zu finden zu lieben..die fähigkeit offen zu sein, hut ab dafür.. aber dann das?
wo blieb dein geschick? dein wesenshunger?
denkst du nicht mehr potential gehabt zu haben.. im gemeinsamen japan reisens, oder mehr momenten teilens, die für zwei einzigartig und wertvoller werdend wären?
emotionsempathie.. ich finds nur traurig.. aber ich hoffe du lernst, rationeller, wertvolleres zu greifen und zu bewahren.. und nicht tatsachen zu entdecken..
als mexx admin, einer dating gruppe, hättest du doch mehr erfahrung, als der gravitation hilflos gegenüberzutretten..
dann die passenden kompromisse zur beziehungsanarchie..
sapere aude .. indemfall gute besserung dir

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